Beckengröße

Die Frage nach der Größe des Beckens richtet sich nach einer Reihe von Faktoren wie z.B.:

  • Zuchtbecken
  • Aufzuchtbecken
  • Schaubecken
  • Gemeinschaftsbecken

 

  • Art (Aktionsradius/Aktivität)
  • Adult Größe
  • Anzahl der Tiere (Paar- oder Gruppenhaltung)
  • Einrichtung/Bepflanzung

Eine allgemeine Antwort darauf zu geben, ist also nicht möglich. Auf einer amerikanischen Seite lass ich etwas von Minimum 20 Liter pro Frosch. Das halte ich für zu pauschal. An einigen Beispielen lässt sich der Unterschied noch verdeutlichen:

  • 1,1 Ranitomeya reticulata 30x30x30 (27 Liter)
  • 1,1 Dendrobates tinctorius 40x40x40 (64 Liter)
  • 1,1 Exidobates mysteriosus 50x50x50 (125 Liter)

Mit der Größe gehen natürlich auch einige Faktoren einher, die für die Überlegung bei einer Neuanschaffung wichtig sind:

  • Temperaturansprüche der Art (hohe Becken bieten unterschiedliche Zonen)
  • Aufbau und Struktur (Äste, Rückwand, Bachlauf, Bromeliengröße etc.)
  • Futterdichte (in einen großen Becken wird es schwierig; hier müssen mehrere Futterplätze eingerichtet werden)

Wer also vor der Überlegung steht sich Pfeilgiftfrösche anzuschaffen, sollte schon beim Kauf des Beckens wissen, welche Art darin später gepflegt werden soll. Die Aussage je Größer desto Besser kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen, wenn es um den Zuchterfolg geht. Das Gleiche gilt für die Aussage, dass sich das (natürliche) Verhalten in größeren Becken besser beobachten lässt. Auch dies kann ich bei sinnvollem Besatz (kein Überbesatz) nicht bestätigen. In einen großem speerlich eingerichtetem Becken, zeigen sich scheue Arten weniger als in einem gut strukturierten üppigen kleinerem Becken. Was ist dann "natürlicher" und besser?

Fazit:

Am Besten man befragt beim Kauf den Züchter nach seinen Erfahrungen mit den gepflegten Eltertieren. Tipps für die sinnvolle Einrichtung und Bepflanzung sind ebenso wichtig, um den Ansprüchen der Tiere auf Dauer gerecht zu werden. Ein Zuchtbecken wird in der Regel immer kleiner ausfallen als ein Schaubecken im Wohnzimmer. Wer Jungtiere erwirbt sollte daher ein kleineres Übergangsbecken bereitstellen, um eine Futterdichte zu gewährleisten. Sobald die Tiere semiadult sind, ist der Umzug in ein großes Becken kein Problem. Sonst können sie unter Umständen verhungern.