Beleuchtung

Eine Beleuchtung dient auch in einem Dendrobatenterrarium der Simulation des Tag/Nacht -Rhythmus, insbesondere in Räumen ohne Tageslicht. Der Bedarf richtet sich meiner Meinung nach mehr den Ansprüchen der gepflegten Pflanzen, als denen der Frösche. Um das lebensnotwendige Vitamin D3 zu produzieren, benötigen auch Frösche entsprechende UV-Strahlen. Jedoch kann durch die Zugabe von Vitaminen mit dem Futter darauf ganz verzichtet werden, ohne dass Schäden oder Entwicklungsprobleme auftreten. Auch eine UV-Bestrahlung der Quappen ist sehr strittig und wird von mir nicht praktiziert. UV-Messungen haben bestätigt, das die vom Hersteller angegebenen Werte gar nicht oder nur in sehr geringen Mengen die Tiere erreichen. Die teuren UV- Leuchtstoffröhren kann sich jeder sparen und stattdessen einfache Halogenstrahler installieren, deren Schutzscheibe dann zu entfernen ist. Hier ist die UV-Strahlung um ein vielfaches höher und erreicht dann auch die Tiere. Allerdings sollte hier nur in kurzen Intervallen bestahlt werden. (Angabe allerdings ohne Gewähr)

Damit Nährstoffe gebildet werden können, muss in den Blättern der Pflanze ein Vorgang ablaufen, den man Photosynthese nennt. Ist die Lichtintensität zu niedrig und/oder das Spektrum der Beleuchtung falsch (unterhalb der mittleren Farbtemperatur von ca. 5.300 Kelvin), sind die durch die Photosynthese gebildeten Nährstoffe nicht ausreichend und die Pflanze wird nicht mehr satt, sie verhungert. Eine Tageslichtlampe liefert z. B. die für die Photosynthese der Pflanzen notwendigen roten und blauen Spitzen die für die Bildung von Kohlehydraten, die Grundnahrung aller lebenden Organismen, verantwortlich sind. Als Nebenprodukt wird Sauerstoff abgegeben.  Beleuchtet man seine Pflanzen weniger als 10 Stunden am Tag, bleiben sie eher mittelgroß, bei mehr als 10 Stunden können Sie auch ein höheres Wachstum erreichen. Mehr als einen 12 Stunden - Zyklus nehmen Ihnen Ihre Pflanzen aber übel, da auch sie ihre Nachtruhe (Dunkelphase) benötigen. Die üblicherweise verwendeten Glüh- oder Energiesparleuchten haben eine Farbtemperatur von ca. 2.800 Kelvin, sie sind für eine ausreichende Versorgung der Pflanzen nicht geeignet. Das Gleiche trifft auf haushaltsübliche Neon/Leuchtstoffröhren und Halogenlampen zu, ihre Farbtemperatur liegt mit ca. 3.200 Kelvin nur unwesentlich darüber. Der Stoffwechsel bei Pflanzen ist einem Zyklus unterworfen, der zwischen der Beleuchtungsphase eine Ruhephase von mindestens 3 bis 6 Stunden benötigt. In dieser Zeit werden bestimmte Stoffe aus den Blättern entfernt, andere aber zugeführt.

Glühbirnen sind außerordentlich unwirtschaftlich (hoher Stromverbrauch)., die abgegebene Farbtemperatur entspricht auch nicht den Bedürfnissen der Pflanzen. Quecksilber-Hochdrucklampen (HQL) sind überholt, vor allem wegen dem hohen Gelbanteil in der Farbwiedergabe. Außerdem sind auch sie sehr unwirtschaftlich (hoher Stromverbrauch). Halogen-Metalldampflampen haben die gleiche Technologie wie die HQL's (hoher Stromverbrauch), haben aber ein ähnliches Farbspektrum wie das Sonnenlicht und sind brauchbar, allerdings ist die Anschaffung und auch der Betrieb sehr kostspielig.  Leuchtstoffröhren sind in ihrer Lichtstärke außerordentlich gut und entsprechen in diesem Bereich durchaus der Tageslichtlampe, allerdings erzeugen sie eine geringere Farbtemperatur - Leuchtstofflampen sind in den Lichtfarben tageslichtweiß (>5000 K), neutralweiß (4000 K) und warmweiß (<3300 K) erhältlich. Die Lichtfarbe von Leuchtstofflampen verändert sich im Laufe der Zeit ins Gelbliche. Dadurch entstehen farbliche Unterschied alten und neuen Leuchtstofflampen.

Tipp:

Die Beleuchtung sollte generell außerhalb des Terrariums installiert werden. Für eine einfache Beleuchtung empfiehlt sich eine Leuchtstofflampe auf dass Becken zu legen. Bei der Verwendung von UV-Lampen ist darauf zu achten, dass die UV-Strahlen von normalem Fensterglas gefiltert werden. Deshalb muss die Deckenscheibe entweder aus Plexiglas bzw. speziellen UV-durchlässigem Glas sein oder die Lampe wird auf die Gaze der Belüftungsöffnung gelegt werden. Bei letzteren wird allerdings die Leistung deutlich gemindert. Eine zu starke Beleuchtung kann zu höheren Temperaturen im Becken führen. Dies sollte der jeweils gepflegten Art angepasst werden. Oft ist weniger mehr!