Springschwänze (Collembola):

Gleich vorweg: Ich gehöre eher zu den Verbrauchern als zu den Züchtern von Springschwänzen, aber ich gebe hier gern meine Erfahrungen weiter. Wer regelmäßig größere Mengen benötigt, wird nicht umhin kommen, sich entweder regelmäßig neue Springschwänze hinzuzukaufen oder immer mehrere Ansätze in verschiedenen Abständen sich selbst anzulegen. Bei regelmäßiger Entnahme fällt der komplette Ansatz nach 2-3 Monaten zusammen.

Meine Tipps:

  • größere Behälter zur Zucht wählen
  • auf die Temperatur achten
  • einschleppen von Milben verhindern
  • weniger dafür öfter Füttern
  • feucht aber nicht nass halten

In den auf den Börsen angebotenen Dosen (0,5l oder 1l) halten sich die Ansätze bei geringer Entnahme einige Monate ganz gut. Ein größerer Behälter mit reichlich Substrat wie z.B. Kokoschips, ungedüngte Gartenerde oder Torfplatten bieten genügend Platz, Oberfläche und aufreichend Luft. Ich benutze verschiedene Ikea-Boxen (20-60l) mit geschlossem Deckel. Gefüttert wird mit Trockenhefe, Kartoffelbreipulver und selten Champignons. Erst nachdem alles vollständig verzerrt wurde, wird nachgefüttert. Zur Entnahme der Springschwänze benutze ich kleine Xaximstücke (ab 10 x 10 cm). Diese klopfe ich in einer leeren Box aus und lege sie in die Zuchtbox zurück. Die Temperatur spielt eine Wesentliche Rolle bei der Vermehrung der Springschwänze. Einheimische Springschwänze vermehren sich bei kühlen Temperaturen etwa 16-18°C besser. Tropische Arten mögen es eher wärmer um 23-25°C. Der Bodengrund sollte immer feucht aber nicht nass sein.