Temperatur

Die meisten Pfeilgiftfrösche benötigen Tagestemperaturen im Bereich von 24-30°C. Hochlandarten dagegen mögen es etwas kühler zwischen 18-24°C. Die Nachttemperaturen sollten generell nicht unter 18°C und bei Hochlandarten nicht unter 16°C fallen. Wichtig für alle Arten ist jedoch die Temperaturschwankung zwischen Tag und Nacht. Je mehr wir diese gewährleisten können, umso besser ist dies für das Wohlbefinden der Tiere. Die für uns als besonders schwer zu pflegenden oder nachzuzüchtenen Arten geltend insbesondere nur deshalb als schwer, da sie die extremen Schwankung benötigen, um in Stimmung zu kommen. Sie werden zu selten geboten. Bestes Beispiel dafür sind die Erfolge von Herrn Liebig bei der Haltung und Zucht von O. lehmanni im Gewächshaus!

Es gibt auch einige Arten wie D. leucomelas und O. pumilio, die sehr hohe Tagesspitzentemperaturen von bis zu 35°C tolerieren. Natürlich nur über einen kurzen Zeitraum, aber man kann sie regelrecht beim Sonnenbad erleben. D. leucomelas begann seine Rufe auch immer erst an warmen Tagen. Deutliches Zeichen dafür, dass er erst ab 28-30°C in Stimmung kam.

Die Temperatur im Terrarium liegt in der Regel 2-3 Grad über der Raumtemperatur. Eine Lampe auf dem Terrariendeckel erwärmt das Becken zusätzlich. Sollte dies nicht ausreichen, kann entweder eine Heizmappe unter dem Boden oder an den Seitenwänden weiterhelfen. Die Bodenbeheizung würde ich jedoch weniger empfehlen, da es unnatürlich ist, dass die Wärme von Unten kommt und zudem den Boden austrocknet. Ein Silikonheizkabel unter dem vorderen Lüftungssteg kann dies ebenfalls bewerkstelligen und sorgt zudem für klare Sicht ins Becken. Die Frontscheibe wird nicht mehr beschlagen. Wer einen Bachlauf betreibt, kann das Wasser mit einem Aquariumheizstab erwärmen und somit die Gesamttemperatur beeinflussen. Der Heizstab muss jedoch so installiert werden, dass er außer Reichweite für die Frösche liegt. Sonst kann er zu Verbrühungen führen.

Im Sommer kann es schnell passieren, dass in einem Hobbyzimmer die Temperaturen über ein erträgliches Maß ansteigen. Abhilfe schaffen dann nur noch eine Klimaanlage oder Alternativ offene Fenster mit einem größeren Raumlüfter. Zudem sollte das Becken verschiedene Rückzugmöglichkeiten und mit Wasser gefüllte Blattachseln aufweisen. Häufigeres Sprühen bringt zusätzlich Abkühlung. Ich halte von einer Trockenphase im Sommer nichts, da ich so schon einige gesunde Tiere verloren habe. Ein zu trockenes Becken und gleichzeitig zu hohe Temperaturen werden kaum noch toleriert.