Vergesellschaftung

Das Thema Vergesellschaftung von Pfeilgiftfröschen ist wohl eines der umstrittensten Themen überhaupt. Die vielen verschiedenen Aussagen und Erfahrungen einzelner Züchter, lassen auch keine generellen Schlüsse zu. Hier wird man nicht umhinkommen selbst zu probieren, da es auch immer wieder gegensätzliche Aussagen zum Verhalten der Tiere untereinander gibt. Dabei scheint allein schon die Reihenfolge des Einsetzens der Tiere eine wichtige Rolle zu spielen. So können selbst kleinere Arten aggressives Verhalten gegenüber Größeren zeigen, wenn diese schon Ihre Reviere abgesteckt haben. Die Größe des Beckens, dessen Einrichtung und die Anzahl der Tiere spielen eine zudem übergeordnete Rolle. Was jedoch bei einer Zucht von Pfeilgiftfröschen zu beachten ist, dass man nicht Varianten der gleichen Art oder Artverwandte Tiere miteinander vergesellschaftet. Denn hier kann es zur ungewollten Verpaarung untereinander kommen. Die Nachkommen werden als unfruchtbare Bastarde bezeichnet, die durchaus interessante Färbung en aufweisen können.

Als Züchter bevorzuge ich die getrennte Haltung aller Arten, obwohl ich auch schon mal aus Platzgründen zu Ausnahmen gezwungen war. Dabei achte ich jedoch genau darauf, dass diese sich nicht gegenseitig unterdrücken. Dies ist sicher nicht ganz einfach, da mir nicht häufig die Zeit zur Verfügung steht, die Tiere am Tage über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Es lässt sich jedoch festhalten, dass bereits erfolgreiche Zuchtpaare weniger Gelege produzieren, wenn eine weitere Art das Becken teilt.

Ein Gesellschaftsbecken wie in der Aquaristik häufig anzutreffen, ist mit Pfeilgiftfröschen kaum realisierbar, jedoch nicht unmöglich. Wer also keinen gesteigerten Wert auf eine Zucht legt, kann durchaus die Vergesellschaftung probieren.